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Verfallene Industriehalle auf dem Deurag-Nerag-Gelände mit durchbrechendem Sonnenlicht und üppiger Vegetation.

Hannovers Raffineriebrache rückt neuer Nutzung näher

Von der Sakamakal-Redaktion
Stand: 14. August 2026
Quelle: Mitteilung der Landeshauptstadt Hannover

Die ersten technischen Erkundungen auf dem ehemaligen Deurag-Nerag-Gelände in Misburg sind weitgehend beendet. In vier jeweils 30 mal 30 Meter großen Testfeldern wurden bis auf einige Bombensplitter keine Kampfmittel gefunden. Damit liegt eine wichtige Datengrundlage für die Prüfung vor, ob das frühere Raffineriegelände saniert und später neu genutzt werden kann.

Das Ergebnis ist jedoch keine Kampfmittelfreigabe für das gesamte Areal. Untersucht wurden ausgewählte Flächen, die anhand einer aktualisierten Recherche zu Kriegsschäden festgelegt worden waren. Die weitere Bewertung bleibt Teil der laufenden Machbarkeitsstudie.

Hannovers Raffineriebrache rückt neuer Nutzung näher

Vier Testfelder zeigen komplexe Untergrundstrukturen

Die Räumungen und Bodenuntersuchungen liefen von März bis Juli. Dabei stießen die Fachleute auf massive Fundamente, Rohrleitungen, Bahngleise und Schächte – typische Überreste der früheren Raffinerienutzung.

Fachstellen und externe Gutachter begleiteten die Arbeiten. Auch die zu Jahresbeginn notwendigen Freischneidearbeiten wurden ökologisch überwacht und mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

Hannovers Raffineriebrache rückt neuer Nutzung näher

Einzelne Fundamente müssen noch entfernt werden

Vollständig abgeschlossen ist diese Untersuchungsphase noch nicht. In einem Testfeld sollen einige massive Fundamente geräumt werden, damit die Projektgruppe den möglichen Aufwand späterer Rückbauarbeiten besser einschätzen kann. Weitere Arbeiten auf dem Gelände sind derzeit nicht vorgesehen.

Zeitraum Bestätigter Arbeitsschritt
März bis Juli Kampfmittelräumung und Bodenuntersuchung auf vier Testfeldern
Nächster Schritt Lokale Fundamenträumung und fachgutachterliche Auswertung
Bis Ende 2028 Gemeinsame Machbarkeitsprüfung für Sanierung und Nachnutzung

Sanierungskonzept für rund 90 Hektar

Die Landeshauptstadt Hannover und ExxonMobil untersuchen in einem zunächst bis Ende 2028 angesetzten Projekt, ob das rund 90 Hektar große Deurag-Nerag-Gelände umfassend saniert werden kann. Der Untergrund gilt als durch Kampfmittel und Schadstoffe belastet.

Die neuen Erkenntnisse werden nun fachgutachterlich ausgewertet und anschließend der gemeinsamen Projektgruppe sowie den zuständigen Behörden vorgelegt. Sie fließen in das Sanierungskonzept und die weiteren Prüfschritte zur möglichen Entwicklung des Areals ein.

Quelle: State Capital Hannover News

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