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Kindergruppe sitzt entspannt in einer Leverkusener Einrichtung während eines Ferienprogramms.

Zehn Tage fern vom Krieg: Wie Leverkusen Kindern hilft

Von der Sakamakal-Redaktion. Grundlage ist eine Pressemitteilung der Stadt Leverkusen.

Beim Empfang in Leverkusen bringen die Kinder aus Nikopol Tanz, Gesang und Gastgeschenke mit. Ihre Reise hat jedoch einen ernsten Hintergrund: Fast alle Kinder der Gruppe haben nach Angaben der Stadt ein Elternteil im Krieg verloren.

Zehn Tage lang können sie Abstand von ihrem Alltag in der ukrainischen Frontstadt gewinnen. Untergebracht ist die Gruppe im Bayer-Seminar- und Tagungshaus „Große Ledder“ in Wermelskirchen. Dort stehen gemeinsame Unternehmungen, Bewegung und Erholung im Mittelpunkt. Das Camp schafft damit für einen begrenzten Zeitraum einen geregelten Tagesablauf außerhalb der täglichen Angriffe, von denen eine ukrainische Begleiterin beim Empfang berichtete.

Ausflüge, Sport und eine Tour durch die BayArena

Das Ferienprogramm führt die Kinder unter anderem ins Schwimmbad und ins Phantasialand. Hinzu kommen Sport, Spiele sowie eine Stadiontour durch die BayArena. Dort sind Autogramme von Fußballprofis und eigene Feriencamp-Shirts von Bayer 04 Leverkusen vorgesehen.

Bayer 04 Leverkusen und der TSV Bayer Leverkusen beteiligen sich mit Angeboten für die Gruppe. Bei den Aktivitäten geht es nicht allein um Beschäftigung: Sie geben den Kindern die Möglichkeit, für kurze Zeit gemeinsam unbeschwerte Ferienerlebnisse zu sammeln, ohne dass Angriffe, Schutz und Verlust den Tagesablauf bestimmen.

Zehn Tage fern vom Krieg: Wie Leverkusen Kindern hilft

Welche Organisationen den Aufenthalt ermöglichen

Organisiert und veranstaltet wird das Sommerferiencamp unter dem Motto „Ferien ohne Krieg“ vom Blau-Gelben Kreuz e.V. mit Sitz in Köln. Die Bayer AG finanziert nach Angaben der Stadt die Unterbringung, Verpflegung, Ausflüge und Aktionen. Das Unternehmen trägt das Camp außerdem personell mit.

Damit greifen mehrere Beiträge ineinander: Das Blau-Gelbe Kreuz übernimmt die Organisation, die Bayer AG stellt die Finanzierung und Personal bereit, während die beteiligten Sportvereine konkrete Programmpunkte anbieten. Erst diese Zusammenarbeit ermöglicht den zehntägigen Aufenthalt der Gruppe.

Berichte aus Nikopol zeigen die Belastung der Kinder

Eine ukrainische Begleiterin schilderte beim Empfang, unter welchen Bedingungen die Menschen in Nikopol leben. Ihren Angaben zufolge wurden seit Kriegsbeginn mehr als 8.000 Gebäude in der Stadt zerstört. Die Bevölkerung sei von einst 105.000 Menschen auf etwa ein Drittel gesunken, weil viele Einwohner geflohen sind.

Mehr als 150 Menschen wurden laut ihrer Schilderung getötet. Hinzu kommen zahlreiche Verletzte, darunter auch Kinder. Nikopol stehe täglich unter Angriffen. Die Angaben zur Lage stammen aus dem Bericht der Begleiterin, den die Stadt Leverkusen in ihrer Pressemitteilung wiedergibt.

Zehn Tage fern vom Krieg: Wie Leverkusen Kindern hilft

Die Kinder bedankten sich beim Empfang mit ihren Darbietungen und übermittelten Grüße aus ihrer Heimatstadt. Eine Begleiterin richtete den Dank „an Leverkusen und an Deutschland, die die Ukraine als Partner unterstützen“.

Die Partnerschaft zwischen Leverkusen und Nikopol

Leverkusen und Nikopol verbindet seit Ende März 2023 eine Solidaritätspartnerschaft. Sie wurde infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine geschlossen und bildet den kommunalen Rahmen für die Unterstützung der ukrainischen Stadt.

Bürgermeisterin Annegret Bruchhausen-Scholich begrüßte die Gruppe im Namen der Stadt Leverkusen. Sie wünschte den Kindern, dass sie während des Aufenthalts Abstand von ihrem Alltag gewinnen und das Camp genießen können. Zugleich dankte sie dem Blau-Gelben Kreuz, der Bayer AG und den beteiligten Sportvereinen für ihre Beiträge.

Weitere Informationen zur Solidaritätspartnerschaft mit Nikopol stellt die Stadt auf leverkusen.de bereit.

Quelle: City of Leverkusen Press Releases

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Redaktion Sakamakal

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