Neueste
Zwei Personen im Business-Outfit sitzen auf einer Parkbank und besprechen wichtige Unterlagen.

Trier fragt nach dem Alltag – aber nicht alle dürfen mitreden

Von der Sakamakal-Redaktion

Quelle: Stadt Trier

Rund 7.000 zufällig ausgewählte Triererinnen und Trierer erhalten in den kommenden Tagen Post zur Bürgerumfrage „Leben in Trier“. Wer eingeladen wird, kann der Stadt mitteilen, wie er Wohnen, Mobilität, Sicherheit und das Zusammenleben vor Ort erlebt. Die Antworten sollen künftig als zusätzliche Grundlage für Entscheidungen zur Stadtentwicklung dienen.

Teilnehmen können ausschließlich Eingeladene zwischen 16 und 85 Jahren mit Hauptwohnsitz in Trier. Wer kein Schreiben erhält, kann sich nicht nachträglich anmelden. Die Befragung ist freiwillig und dauert nach Angaben der Stadt etwa 20 bis 30 Minuten.

Wer den Fragebogen erhält und wie die Teilnahme funktioniert

Die Auswahl erfolgt nach dem Zufallsprinzip über das Melderegister. Damit soll die Umfrage nicht vor allem die Sicht besonders engagierter oder digital aktiver Menschen erfassen, sondern möglichst unterschiedliche Gruppen der Trierer Bevölkerung abbilden.

Im Einladungsschreiben steht ein persönlicher Zugang für die Online-Teilnahme. Wer nach einigen Wochen noch nicht online geantwortet hat, bekommt automatisch einen Papierfragebogen mit vorfrankiertem Rückumschlag. Damit bleibt die Teilnahme auch ohne Internetzugang oder bei geringer digitaler Erfahrung möglich.

Die Stadt betont, dass Zugangscode und Antworten getrennt gespeichert werden. Die Angaben sollen vertraulich behandelt und anonym ausgewertet werden.

Trier fragt nach dem Alltag – aber nicht alle dürfen mitreden

Diese Themen sollen den Alltag in Trier abbilden

Der Fragebogen umfasst rund 60 Fragen. Gefragt wird unter anderem nach:

  • Wohnen und Wohnkosten
  • Lebensqualität, Mobilität und Sicherheit
  • Freizeit, Kultur und städtischen Angeboten
  • dem Zusammenleben im eigenen Ortsbezirk
  • Zukunftserwartungen, Lebenszufriedenheit und Ehrenamt

Die amtliche Statistik kann zwar Entwicklungen bei Bevölkerung, Wohnungsbau oder Beschäftigung zeigen. Sie beantwortet jedoch nicht, wie Bewohnerinnen und Bewohner ihren Alltag tatsächlich wahrnehmen. Genau diese Lücke soll die Bürgerumfrage schließen, erklärt Dr. Nicole Thees, Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung, Statistik und Wahlen.

Warum die Rückmeldungen für Ortsbezirke wichtig sein können

Die Umfrage ist kein Verfahren, um konkrete Projekte vorzuschlagen oder über einzelne Ausgaben zu entscheiden. Anders als beim Bürgerhaushalt soll sie ein breiteres Bild davon liefern, wo Menschen in Trier Stärken oder Handlungsbedarf sehen.

Ob die Stadt die Ergebnisse nach Bevölkerungsgruppen und teilweise auch nach Ortsbezirken auswerten kann, hängt laut Stadt von einer ausreichend hohen Beteiligung ab. Die große Stichprobe schafft dafür die Grundlage. Für eingeladene Personen bedeutet das: Jede Rückmeldung kann dazu beitragen, dass nicht nur allgemeine Trends sichtbar werden, sondern auch unterschiedliche Erfahrungen innerhalb der Stadt berücksichtigt werden.

Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist

Die Auswertung ist für das vierte Quartal 2026 durch die Abteilung Statistik der Stadtentwicklung vorgesehen. Erste Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2027 veröffentlicht werden. Die Stadt plant, die Bürgerumfrage voraussichtlich im Abstand von drei Jahren zu wiederholen, damit Veränderungen über längere Zeit beobachtet werden können.

Für Rückfragen gibt es montags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr eine Hotline unter 0651 / 718-4199. Weitere Informationen stellt die Stadt unter trier.de/buergerumfrage bereit.

Quelle: City of Trier News

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!
Redaktion Sakamakal

Redaktion Sakamakal

Redaktion Sakamakal verantwortet die redaktionelle Prüfung, Quellenkontrolle und klare Veröffentlichung der Inhalte von Sakamakal.

Weitere Geschichten